Kanada Tagebuch: 06.08.2010, Harrison Hot Springs, Sasquatch Provincial Park

Und die erste Nacht war relativ schnell vorbei. So ganz haben wir – und besonders Mika und Eric uns noch nicht an die kanadische Zeit gewöhnt. Ansonsten haben wir ganz gut geschlafen in unserem rollenden Heim. Nach dem Frühstück hat Rene mal schnell geschaut, welche Geocaches so in der Nähe liegen und siehe da, es waren gar nicht wenige. Der nächste lag circa 300 Meter von unserem Auto weg und so wurde diese Dose als unsere erste kanadische Dose auserwählt.

Doch schon der nächste Geocache, den das GPS Gerät anbot, versprach ein wenig Spaß. Ein T5-Cache im angrenzenden See, bei dem man bis zu einer Boje schwimmen musste. Das sollte vor unserer Abfahrt doch zu schaffen sein. Erstaunlicherweise war der See recht warm und so gingen auch Mika und Eric noch einmal kurz ins Wasser. Nachdem der Cache geloggt war, wurde es aber wirklich Zeit, sich wieder auf den Weg zu machen, auch wenn für heute nur eine kurze Etappe vorgesehen war.

In Chilliwack hielten wir noch einmal Ausschau nach einem Wal-Mart oder ähnlichem. Der Mika brauchte dann doch einen Sitzblock für das Auto. Hier in Kanada gibt es bei Wal-Mart wohl keine frischen Lebensmittel – dafür aber beim benachbarten SafeWay. Und hier wurde unser Weltbild wieder mit normalen Preisen gerade gerückt.

Harrison Hot Springs sollte unser Ziel für heute sein. Oder vielmehr der in der Nähe liegende Sasquatch Provincial Park. Diese Parks bieten meist einfache Campmöglichkeiten, die in den meisten Fällen landschaftlich und wildnistechnisch sehr viel mehr bieten, als die normalen Campingplätze in den Orten. Im Sasquatch PP sollten wir dann auch bemerken, dass wir in der Hochsaison unterwegs sind und viele Gleichgesinnte auf der Suche nach Schlafplätzen sind. Doch clever wie wir sind, durchschauten wir das Reservierungs- und Buchungssystem und fanden einen freien Platz, den wir für eine Nacht belegten. Auch dieser Park lag an schönen Seen und wir nutzten den Abend zu einem kleinen Spaziergang, der durch zwei Geocaches gewürzt wurde.

Leider ist gerade die Saison der Waldbrände und in den Parks sind offene Feuerstellen nicht erlaubt. Schade, dabei sind doch alle diese Plätze mit einer eigenen Feuer- und Grillstelle ausgestattet. Also musste die Küche im Camper herhalten und Antje zauberte ein leckeres Abendessen.

Im Sasquatch Provincial Park

An der Nordseeküste…

Wir waren am vergangenen Wochenende auf Kurzbesuch in Ostfriesland. Mit zwei anderen Familien haben wir uns auf einem Bauernhof bei Dornum eingemietet und ein wenig die salzhaltige Luft genossen.

Unser Basislager schlugen wir im Hillrichshof auf. Dieser Hof liegt recht schick zwischen Dornum und Dornumersiel an einer Stelle, wo wohl schon seit 700 Jahren Landwirtschaft betrieben wird. Die jetzigen Gebäude sind auch bereits vor über 200 Jahren errichtet worden.

Das Wetter war uns wohlgesonnen, denn nachdem wir durch das eine oder andere Regengebiet auf der Herfahrt fahren mussten, riss bei unserer Ankunft die Wolkendecke auf und die Sonne schien uns entgegen. So muss das sein! Auch die weiteren Tage sollte es so bleiben. Es war zwar kühl, aber trocken. Abends kamen wir dann in den Genuss eines Kaminofens im Aufenthaltsraum der Scheune. Sehr gemütlich!

Die Zeit vertrieben wir uns ein wenig mit dem Geocaching, wobei uns der Cache in Dornum am Schloss am besten gefallen hat. Das ist doch mal eine Realschule mit Geschichte! Direkt im Anschluss lohnt sich noch ein Spaziergang im historischen Ortskern von Dornum.

Gepaddelt sind wir natürlich auch. Nachdem der Mika ziemlich enttäuscht war, nachdem wir keine eigenen Boote mitgenommen haben, wurde seine Welt wieder gerade gerückt, als wir uns zwei Canadier ausliehen und damit ein wenig auf der Tief herumschipperten.

Natürlich haben wir uns jeden Tag lecker Fischbrötchen am Hafen schmecken lassen und sonst viel Nordseeatmosphäre genossen.

Vielen Dank an alle Beteiligten! Es hat Spass gemacht und kann gerne wiederholt werden.

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Wir waren mal wieder Nachtcachen

Eric und Mika

Einen Vorteil hat der Herbst ja – man kann zu gescheiten Zeiten mit den Zwergen Nachtcaches suchen. So geschah es auch gestern, als wir uns alle auf die Suche nach Lena’s Stern begaben. Hierbei handelt es sich um einen Kinder-Nachtcache von schlappen 2 Kilometern Länge rund um einen See. Mit den Taschenlampen muss man reflektierende Hinweise suchen, die einem dann irgendwann die Position des „Schatzes“ verraten. Nun, wir haben die Dose auch gefunden. Doch das allerbeste war, dass Mika die ganze Strecke alleine gelaufen ist. Und das, obwohl wir bereits vor dem Abendessen einen anderen Cache gesucht haben und auch hier ordentlich gewandert sind. Respekt Mika! Es besteht also doch noch Hoffnung. Bei Eric scheint das Interesse am Geocachen wieder erweckt worden zu sein. So will er heute direkt wieder los…