Auf nach Norden

Heute soll es weitergehen. Wir werden den Campingplatz bei Göteborg verlassen und in Richtung norwegischer Grenze weiterfahren. Die Wettervorhersage ist nicht so dolle, aber wir haben die Route ein wenig angepasst. Nun muss der Plan nur nochh funktionieren und wir relativ trocken durch die nächsten beiden Tage kommen.

Mal schauen, ob wir dann auch das Schweden aus den Büchern kennen lernen. So mit einsamen Buchten, Wäldern, Inseln und Elchen. Das Kontrastprogramm hatten wir die letzten Tage hier in Göteborg. Vorgestern waren wir im Liseberg Vergnügungspark. Wir und komplett Schweden. Und noch eine Handvoll anderer Touristen. Mein Güte, war der Park voll. Wartezeiten überall. An den Fahrgeschäften, an den Toiletten, an den Restaurants und sogar an den Geldautomaten. Zu allem Überfluss iwar auch noch das Kartenbezahlsystem im Park ausgefallen, so dass selbst das Fast Food bestellen über eine Stunde gedauert hat.

Gestern dann haben wir uns noch ein wenig die Stadt angeschaut. Interessant ist die Marinan – ein Schiffsmuseum, wo man auf bis zu 20 verschiedenen Schiffen herumlaufen kann. Angefangen vom Feuerschiff bis hin zum Zerstörer ist so ziemmlich alles dabei, was je vor schwedischen Küsten herumgeschippert ist.

Und dann hatte Rene gestern noch Zeit, drei schwedische Geocaches zu suchen und zu finden.

So, jetzt muss ich Schluss machen und das Zelt zusammenbauen.

Angekommen in Göteborg

Nun sind wir also in Schweden – genauer gesagt in Göteborg. Der Empfang war nach einer geruhsamen Überfahrt eher bescheiden, da es den ganzen Tag ununterbrochen regnete.

Zudem waren wir viel zu früh am Zeltplatz und der reservierte Platz noch nicht geräumt. Also musste ein Alternativprogramm her – möglichst unter Dach. Unsere Wahl fiel schliesslich auf das Universeum – eine Art Mitmach-Museum mit angeschlossenem Minizoo. Eigentlich ganz nett und die Jungs hatten ihren Spass. Doch leider kam gefühlt halb Schweden und 20% der Touristen auf die gleiche Idee, was die Besichtigung eher zäh vonstatten gingen liess. Als wir das Gebäude verliessen, hatte es – oh Wunder – aufgehört zu regnen und wir konnten unser Zelt im trockenen aufbauen.Morgen soll das Wetter laut Vorhersage ein wenig entspannter sein. Mal schauen…

Ein seltsame Sache haben wir heute entdeckt – Eis mit einer Lakritzumhüllung. Mika dachte zunächst, dass es sich um Schokolade handelte und verzog entsprechend das Gesicht, als die Wahrheit ans Licht gelangte. Also hat sich Papa geopfert und die Lakritzschicht knabbernderweise vom Eis getrennt. Mir stellen sich immer noch die Nackenhaare aus, so widerlich war das.? Gibt es so etwas bei uns auch?

Piraten auf der Niers

Am vergangenen Samstag trug es sich zu, dass eine Horde laut lärmender und Schrecken verbreitener Piraten sich auf der beschaulichen Niers austobten.

Man beging das 6. Wiegenfest des Kapitäns Eric „Drake“ Saathoff. Nach einer kräftigen Stärkung in Form von Muffins vor dem Start ging es auf das „schnittige“ Piratenschiff. Nun hätte man vermuten können, dass die Mannschaft sich derart gestärkt mächtig in die Riemen wirft und allein mit der Bugwelle Patrizierschiffe zum Kentern bringt. Doch weit gefehlt – es waren eher fremdartige Pflanzen, die das gesteigerte Interesse der Crew beanspruchten. So konnte auch noch das langsamste Handelschiff ausser Reichweite gelangen. Zudem kosteten einige „Mann über Bord“-Manöver wertvolle Zeit und Geschwindigkeit.

Kurz vor dem Ziel bot sich dann doch noch eine Gelegenheit für ein zünftiges Entermanöver mit anschliessender Seeschlacht, bei der Teile der Mannschaft des anderen Schiffes sich vor Angst selbst in die kalten Fluten stürzten.

Wir haben einen tollen langen Tag auf See verbracht und liessen uns dementsprechen zum Abendessen viel gegrilltes Fleisch reichen…