Die alten Zeiten…

An dieser Stelle mal ein paar Zeilen zum Verbleib der “alten” Seiten von Saathoff-Web.de.

Der eine oder andere Leser wird eventuell durch Verlinkungen auf die Geschichte der Zwerchfellhernie unseres Sohnes Eric auf diese Seiten gestoßen sein und nun wahrscheinlich nicht gleich fündig werden. Das hat einen simplen Grund. Die alten Seiten, die in einer Art Tagebuch von Eric in den ersten Jahren berichtet haben, lagen auf einer veralteten Software-Platform, genannte Content Management System (CMS) im Netz. Die Seiten habe ich online gelassen, da doch Interesse an unserem Erfahrungsbericht bestanden hat und ich auch entsprechende Rückmeldung bekommen habe.

Doch die Entwicklung geht weiter und die alte SW war nicht mehr sicher gegenüber Hacker-Attacken. Und genau solch eine Attacke und Kidnapping der Seite, hat mich zu dem Schluß kommen lassen, dass die alten Seiten vom Netz genommen werden.

Den Inhalt der Geschichte um die Zwerchfellhernie von Eric werde ich noch einmal zusammenfassen und wieder veröffentlichen. Es ist einfach eine solch Mut machende Geschichte, die wir vor allem betroffenen Eltern nicht vorenthalten wollen. Mal schauen, wann ich Zeit hierfür finde.

Also, wenn Ihr hier nicht das gefunden habt, wonach ihr gesucht habt, schaut einfach später noch einmal vorbei.

Video einer Ballontherapie bei angeborener Zwerchfellhernie

Tante Google hat mich auf ein interessantes Video hingewiesen in dem gezeigt wird, wie bei einem Fötus mit angeborener Zwerchfellhernie intrataurin ein Balon in die Luftröhre eingesetzt wird. Die Ballontherapie soll der Lunge helfen, zu wachsen und so die Chancen des Kindes verbessern.

Das Video wurde während einer Operation, die Prof. Dr. C. Berg an der Universitätsfrauenklinik durchführte, aufgenommen.

 

Winter im Sauerland

Wenn der Winter nur sporadisch zu uns kommt, fahren wir dem Winter halt hinterher, wenn wir Lust zum Rodeln haben. So geschehen am vergangenen Wochenende. Das seltsame Wetter vor Ort hat wohl weniger optimistische Mitmenschen abgeschreckt, so dass wir die Rodelbahn am Sahnehang morgens einweihen durften.

Nebenbei ist auch das folgende Bild entstanden, welches ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Die Jungs haben Spass...

Kanada Tagebuch: 07.08.2010, Kamloops, Paul Lake Provincial Park

Heute wollten wir eine etwas längere Etappe zurücklegen, um den Rockies ein gutes Stück näher zu kommen. Im Reiseführer steht nichts besonderes zu Kamloops, außer, dass es sich in einer wüstenähnlichen Gegend befinden soll und dass man sein Lager lieber im Paul Lake Provincial Park aufschlagen sollte, als in der Stadt selbst.

Die Gegend ist in der Tat seltsam. War man vorher noch in grünen Wäldern unterwegs, hat man plötzlich das Gefühl, oberhalb der Baumgrenze zu wandeln. Dabei sind wir gar nicht hoch – das GPS zeigt Werte von unter 400 Metern an. Zwischendurch hat man den Eindruck, als würden jeden Moment Winnetou und Old Shatterhand auf ihren Pferden vorbei galoppieren. So habe ich mir immer die Landschaft in den Karl May Geschichten vorgestellt.

Gleich kommt Winnetou...

Wir sind froh, diese Route gewählt zu haben. Auch wenn der Weg an Yale vorbei der längere ist, bietet er doch dem Auge reichlich Abwechslung. Wir fahren nämlich am Fraser River entlang – benannt nach dem Entdecker Fraser, der die Gegend im 18. Jahrhundert erkundet hat. Fraser war wohl auch einer der ersten Weissen, der Hells Gate gesehen hat. Eine Engstelle des Fraser River, durch den sich die Wassermassen hinunter und die Lachse hinauf pressen. Fraser war damals der Meinung, in den Schlund der Hölle geblickt zu haben, so beeindruckt war er von den tosenden Wassermassen.

Heute ist Hells Gate eine Touristenfalle aller ersten Ranges. Man kann mit einer Gondelbahn hinab in die Schlucht fahren und sich die Stelle aus der Nähe ansehen. Natürlich gibt es dort die obligatorischen Souvenirs, Informationstafeln und ein Cafe. Zugegeben – die Eis Portionen waren schon olympisch.

Eine Sache gefällt mir immer wieder in Länder wie Kanada oder Australien und das ist die relativ kurze Geschichte der Entdeckung und Erforschung dieser Länder. Es ist geschichtlich gesehen noch gar nicht so lange her, dass Kartographen und Prospektoren durch diese Landstriche gezogen sind. Und so ist auch die Geschichte von Hells Gate schnell erzählt, aber dadurch nicht minder interessant.

Für den Bau der Eisenbahnen wurden teilweise die Berghänge gesprengt, um der Trasse Platz zu machen. Bei einer solchen Sprengung wurde ein Bergrutsch ausgelöst, der sich ins Flussbett ergoss und die Engstelle noch enger werden liess. Durch die Gesteinsmassen wurden nun die Wanderwege der Lachse zu ihren Laichgebieten massiv eingeschränkt, so dass mit erheblichem Aufwand Lachstunnel gebaut wurden, um den Fischen den Weg durch das Hells Gate zu erleichtern.

Durch Kamloops sind wird quasi nur durchgefahren und haben uns direkt zum Paul Lake Provincal Park begeben. Hier erwartete uns eine Selbstregistrierung am Campground und direkt die Warnung, dass wir uns hier in Bärengebiet befinden würden. Es soll wohl einen Schwarzbären in der Gegend geben.

Bären als Nachbarn...

Ein kurzer Blick auf das GPS verkündet den einen oder anderen Cache in Schlagreichweite und so ziehen wir noch einmal los. Antje gibt zuerst auf und geht zurück zum Auto. Mit den Jungs gehe ich noch ein Stück – allerdings wohl den falschen Weg. Wir kommen dem Cache nicht wirklich nahe und ich will hier auch nicht quer durchs Unterholz stapfen. Also gehen wir wieder zurück.

Doch zufrieden bin ich nicht. Alleine mache ich mich noch mal auf die Suche, nehme diesmal einen anderen Weg, finde den ersten Cache und gehe weiter zum Gibraltar Rock – einem Aussichtsfelsen hoch über dem Paul Lake. Auch hier liegt eine Dose. Da es anfängt zu dämmern, trete ich den Rückweg an.

Kanada Tagebuch: 06.08.2010, Harrison Hot Springs, Sasquatch Provincial Park

Und die erste Nacht war relativ schnell vorbei. So ganz haben wir – und besonders Mika und Eric uns noch nicht an die kanadische Zeit gewöhnt. Ansonsten haben wir ganz gut geschlafen in unserem rollenden Heim. Nach dem Frühstück hat Rene mal schnell geschaut, welche Geocaches so in der Nähe liegen und siehe da, es waren gar nicht wenige. Der nächste lag circa 300 Meter von unserem Auto weg und so wurde diese Dose als unsere erste kanadische Dose auserwählt.

Doch schon der nächste Geocache, den das GPS Gerät anbot, versprach ein wenig Spaß. Ein T5-Cache im angrenzenden See, bei dem man bis zu einer Boje schwimmen musste. Das sollte vor unserer Abfahrt doch zu schaffen sein. Erstaunlicherweise war der See recht warm und so gingen auch Mika und Eric noch einmal kurz ins Wasser. Nachdem der Cache geloggt war, wurde es aber wirklich Zeit, sich wieder auf den Weg zu machen, auch wenn für heute nur eine kurze Etappe vorgesehen war.

In Chilliwack hielten wir noch einmal Ausschau nach einem Wal-Mart oder ähnlichem. Der Mika brauchte dann doch einen Sitzblock für das Auto. Hier in Kanada gibt es bei Wal-Mart wohl keine frischen Lebensmittel – dafür aber beim benachbarten SafeWay. Und hier wurde unser Weltbild wieder mit normalen Preisen gerade gerückt.

Harrison Hot Springs sollte unser Ziel für heute sein. Oder vielmehr der in der Nähe liegende Sasquatch Provincial Park. Diese Parks bieten meist einfache Campmöglichkeiten, die in den meisten Fällen landschaftlich und wildnistechnisch sehr viel mehr bieten, als die normalen Campingplätze in den Orten. Im Sasquatch PP sollten wir dann auch bemerken, dass wir in der Hochsaison unterwegs sind und viele Gleichgesinnte auf der Suche nach Schlafplätzen sind. Doch clever wie wir sind, durchschauten wir das Reservierungs- und Buchungssystem und fanden einen freien Platz, den wir für eine Nacht belegten. Auch dieser Park lag an schönen Seen und wir nutzten den Abend zu einem kleinen Spaziergang, der durch zwei Geocaches gewürzt wurde.

Leider ist gerade die Saison der Waldbrände und in den Parks sind offene Feuerstellen nicht erlaubt. Schade, dabei sind doch alle diese Plätze mit einer eigenen Feuer- und Grillstelle ausgestattet. Also musste die Küche im Camper herhalten und Antje zauberte ein leckeres Abendessen.

Im Sasquatch Provincial Park

Kanada Tagebuch: 05.08.2010, Chilliwack, Cultus Lake Provincial Park

Unser rollendes Heim für drei Wochen

Nun haben wir also den ersten Tag in Kanada erlebt. Und der war lang. Sehr lang. Doch der Reihe nach.

Der Flug mit Air Berlin nach Vancouver verlief problemlos. Die Jungs haben sich gut beschäftigt und den Flug super überstanden. Am Ziel angekommen übertrumpfte die Aufregung dann die Müdigkeit und die beiden waren recht aufgedreht. Im Hotel allerdings gewann dann doch der fehlende Schlaf und an eine erste Erkundung der Stadt war nicht mehr zu denken. So blieb es bei einem kurzen Ausflug auf einen nahe gelegenen Spielplatz und einem Abendessen im Hotelrestaurant. Gegen 19:00 Uhr kanadischer Zeit lag auch der letzte von uns im Bett.

Dem Jet Lag ist geschuldet, dass die ersten allerdings gegen 2:00 Uhr morgens schon wieder wach waren. Eric hat dem Mika dann erst mal im Flüssterton erklärt, was die Zeitverschiebung denn so mit ihren Körpern macht. Na ja,irgendwie konnte man die beiden mit Kika Spielen auf dem Laptop noch bis 5:00 Uhr beschäftigen.

Der eigentliche Tag begann dann mit einem deftigen Frühstück bestehend aus Pancakes, Bacon, Ei und viel Kaffee. Und schon war die Zeit gekommen, um zu Fraserway zu fahren und unser rollendes Heim für die nächsten drei Wochen abzuholen.

Was für ein Geschoss! Meine Güte, ist das ein Wagen. Grössentechnisch braucht der Truckcamper sich wohl nicht hinter anderen Motorhomes verstecken. Uriger ist er allemal.

Der Service von Fraserway ist einfach super. Alles war vorbereitet, die Bedienung sowie die Einweisung waren auf deutsch – was will man mehr.

Dann ging es los. Wir hatten den Jungs bereits in Deutschland versprochen, hier auf jeden Fall in einen Wasserpark zum Baden zu gehen. Und noch war das Wetter sommerlich, so dass wir unser Versprechen bei stabiler Wetterlage einlösen wollten. Also war unser Ziel der Cultus Lake nebst gleichnamigen Wasserpark. Am Cultus Lake liegt zudem ein Provincial Park, wo wir die erste Nacht im Camper verbringen wollten.

Doch erst musste der Kühlschrank gefüllt werden. Am Eingang zum Provincial Park bekamen wir einen Tipp für einen Supermarkt in Chilliwack. Beim Einkaufen dort wäre Antje fast vom Glauben abgefallen – die Preise erschienen wie Wucher. Wahrscheinlich sind wir in einem Delikatessenladen gelandet. Na ja, egal, ein Grundstock an Lebensmitteln ist jedenfalls vorhanden und wir können nun endlich in den Wasserpark. Die Jungs nerven bereits seit Stunden.

Doch auch hier legen wir eine kleine Zwangspause ein, um den Feierabendtarif zu erwischen. Meine Güte, haben die Preise hier. Doch der Park hat sich gelohnt. Mika und Eric sind total begeistert und gar nicht aus dem Wasser zu bekommen. Besonders die eine Ringrutsche hat es den Jungs angetan und wir rutschen sie wieder und wieder und wieder. Mika zeigt mal einen seltenen Moment der Angst und will die Mattenrutsche dann doch nicht rutschen. Dabei lagen wir schon in Startposition. Hier ist dagegen Eric dann alleine gefahren.

Der Park machte dann irgendwann zu und der schwarze Peter lag nicht mehr bei uns, um Mika und Eric das Ende des Badespasses zu erklären. Es wartete die erste Nacht im Truck Camper.

An der Nordseeküste…

Wir waren am vergangenen Wochenende auf Kurzbesuch in Ostfriesland. Mit zwei anderen Familien haben wir uns auf einem Bauernhof bei Dornum eingemietet und ein wenig die salzhaltige Luft genossen.

Unser Basislager schlugen wir im Hillrichshof auf. Dieser Hof liegt recht schick zwischen Dornum und Dornumersiel an einer Stelle, wo wohl schon seit 700 Jahren Landwirtschaft betrieben wird. Die jetzigen Gebäude sind auch bereits vor über 200 Jahren errichtet worden.

Das Wetter war uns wohlgesonnen, denn nachdem wir durch das eine oder andere Regengebiet auf der Herfahrt fahren mussten, riss bei unserer Ankunft die Wolkendecke auf und die Sonne schien uns entgegen. So muss das sein! Auch die weiteren Tage sollte es so bleiben. Es war zwar kühl, aber trocken. Abends kamen wir dann in den Genuss eines Kaminofens im Aufenthaltsraum der Scheune. Sehr gemütlich!

Die Zeit vertrieben wir uns ein wenig mit dem Geocaching, wobei uns der Cache in Dornum am Schloss am besten gefallen hat. Das ist doch mal eine Realschule mit Geschichte! Direkt im Anschluss lohnt sich noch ein Spaziergang im historischen Ortskern von Dornum.

Gepaddelt sind wir natürlich auch. Nachdem der Mika ziemlich enttäuscht war, nachdem wir keine eigenen Boote mitgenommen haben, wurde seine Welt wieder gerade gerückt, als wir uns zwei Canadier ausliehen und damit ein wenig auf der Tief herumschipperten.

Natürlich haben wir uns jeden Tag lecker Fischbrötchen am Hafen schmecken lassen und sonst viel Nordseeatmosphäre genossen.

Vielen Dank an alle Beteiligten! Es hat Spass gemacht und kann gerne wiederholt werden.

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