Warum wir Glasfaser in Korschenbroich brauchen

Zugegeben, ich jammere hier auf hohem Niveau. In unserem Haus nutzen wir einen Internetzugang per Kabel und bei diesem fallen so viele Daten aus der Wand, dass unsere beiden Söhne, die Gemahlin und auch ich gleichzeitig Youtube, Netflix & Co verwenden können. Zudem hätten wir (theoretisch) die Wahl, zu einem anderen Anbieter zu wechseln und wieder auf die Kupferadern vom Rosa-Riesen zurückzufallen. Andere hier im Dorf haben die Wahl nicht. Und einige haben zudem noch nicht einmal anständiges Internet, nur in homöopathischen Dosen tröpfelt es bei denen aus der Wand. Da ist von teilweise weniger als 1Mbit/s die Rede. Hallo? Wir haben 2016! Überall liest man von einer Breitband-Offensive, nur passieren tut offensichtlich nichts.

Aktuell läuft in Korschenbroich und den umgebenden Gemeinden die Nachfragebündelung der Deutschen Glasfaser. Finden sich mindestens 40% der Haushalte, die einen neuen Vertrag mit einem Glasfaseranschluß unterzeichnen und zu einem der momentan drei Anbieter wechseln, wird in den entsprechenden Orten gebuddelt und die Glasfaser verlegt. Und zwar bis in das Haus derjenigen, die unterschrieben haben und bis vor das Haus, derer, die sich dagegen entschieden haben.

Eine erste Frist für diese Nachfragebündelung ist bereits verstrichen, ohne dass die 40% erreicht wurden. Bis zum 12.12.2016 geht es nun in die Verlängerung. Herrenshoff dümpelt im Moment bei enttäuschenden 21% (Stand 14.11.2016).

Warum wir uns für die Glasfaser entschieden haben und warum Ihr das auch tun solltet, habe ich in den folgenden Punkten zusammengefasst.

Mein erstes Modem mit 1200 baud!

Mein erstes Modem mit 1200 baud!

  • Erinnert Ihr Euch noch an Eurer erstes Modem? Bei mir war es das 1200 baud Modem für den BTX Dienst der Deutschen Telekom. Das dürfte ich mir 1993 oder so gekauft haben. Dann ging es relativ schnell – 2400, 14,4k, 56k. Und dann der erste DSL Anschluss mit ca. 3 Mbit/s. Gleichzeitig haben sich allerdings auch die übertragenen Datenmengen gesteigert. SW Updates, HD Video Streaming, Online Gaming. Schaut Euch mal an, wieviele Daten Ihr in den vergangenen Monaten heruntergeladen habt. Und dann denkt einfach mal ein paar Jahre weiter. Das Internet der Dinge steht vor der Tür, Ultra-HD Videos & Virtual Reality Spiele. Der Bedarf an Bandbreite wir auch in Zukunft steigen. Und eines ist Fakt:
  • Die bisherigen Techniken sind ausgelutscht! Bereits vor ein paar Jahren hat man das Ende der Fahnenstange bezüglich Bandbreiten auf einer Kupfer-Doppelader verkündet. Durch allerlei technische Kniffe wird im Moment das letzte aus den Kabeln herausgeholt. Und eines dieser Kniffe ist das Vectoring, welches die Telekom als Heilsbringer verkauft. Vectoring ist, als wenn man einen Tuning Chip im Auto verbaut und hofft, dass es gut geht. Muss es nämlich nicht. Voraussetzung, damit Vectoring funktioniert ist, dass alle Haushalte, die an einem Verteiler hängen, bei der Telekom sind. Nur dann bringt die Technik den gewünschten Effekt. Jeder Kunde, der bei 1&1 oder anderen Anbietern ist, stört und niemand weiss, wieviel der versprochenen Bandbreite beim Kunden wirklich ankommt. Also entweder Vectoring mit einem Monopol-Anbieter oder Vielfalt und lahmes Internet. Im übrigen ist vom maximal 100 Mbit/s mit Vectoring die Rede. Das nutzen Kabelanbieter noch nicht einmal als Startpaket.
  • Wie oben erwähnt nutzen wir den Kabelanschluss und da fallen etwas mehr als 100 Mbit/s aus der Wand. Je nach Nutzung des Kabels. Ja, der Datendurchsatz hängt auch davon ab, wieviele Kunden am Kabel hängen und dieses auch nutzen. Sollten in Zukunft mehr und mehr vom langsamen DSL die Nase voll haben und ins Kabel wechseln (wenn sie eines im Keller haben), dürften die Datenraten hier auch eher nach unten gehen. Im übrigen ist bei Kabel auch irgendwann Schluss. Kürzlich wurde mir ein Upgrade auf 200 Mbit/s angeboten. Darüber hinaus bedarf es dann aber wieder technischer Kniffe, um noch mehr Bandbreite aus dem Kabel zu holen. Also wir Kabel-Nutzer sollten uns hier nicht zu sehr in Sicherheit wiegen.
  • Wenn der Glasfaser-Zug an uns vorbei rollt, wird wahrscheinlich auf absehbare Zeit in der Hinsicht hier nicht viel passieren. Die Telekom hat gerade Vectoring ausgerollt, damit sind unsere Dörfer erst einmal vom Radar. Und was für einen Anreiz hätten andere Anbieter, wenn wir gerade sehr deutlich gemacht haben, dass wir eigentlich kein Interesse an einem Glasfaserausbau haben. Gerade in diesem Moment bekommen ich eine SMS von der Telekom, dass das neue Netz da wäre und ich an meinem Anschluss mit bis zu sagenhaften 100 Mbit/s surfen könnte. Genau das ist das Problem, die Telekom macht gute Werbung, um den Leuten eine Sackgasse als Datenautobahn zu verkaufen. Die Datenautobahn endet aber am grauen Kasten an der Strasse und ins Haus geht es per Kupferdraht wie zu Beginn der analogen Telefonie.
  • Wer zukunftssicher unterwegs sein will, braucht eine Glasfaser bis in den Keller. Dann kann man über die 100 Mbit/s nur noch lachen. Das Netz wird bis zu 1 Gbit/s ausgebaut. Das sollte für die nächsten Jahre erst einmal reichen.
  • Zudem geht man kein wirkliches Risiko ein. Rein preislich würde mich ein neuer Anschluss das gleich kosten, wie mein jetziger. Und nach zwei Jahren kann ich wieder kündigen, wenn ich nicht zufrieden bin. Das Glasfasernetz der Deutschen Glasfaser ist als offenes Netz ausgelegt, auf dem mehrere Firmen ihre Dienste anbieten können. Also das genaue Gegenteil des Quasi-Rückfalles ins Monopol der Telekom.

Um ganz deutlich zu sein, ich habe nichts von diesem Beitrag ausser der Hoffnung, dass bald eine Glasfaser in meinem Keller endet und ich 200 Mbit/s im Up- und Downstream nutzen kann. Ich bilde mir durchaus ein, aufgrund meines beruflichen Hintergrundes die Lage objektiv einschätzen zu können. Und darum wiederhole ich mich: Zukünftig führt kein Weg an der Glasfaser vorbei!

 

Die alten Zeiten…

An dieser Stelle mal ein paar Zeilen zum Verbleib der „alten“ Seiten von Saathoff-Web.de.

Der eine oder andere Leser wird eventuell durch Verlinkungen auf die Geschichte der Zwerchfellhernie unseres Sohnes Eric auf diese Seiten gestoßen sein und nun wahrscheinlich nicht gleich fündig werden. Das hat einen simplen Grund. Die alten Seiten, die in einer Art Tagebuch von Eric in den ersten Jahren berichtet haben, lagen auf einer veralteten Software-Platform, genannte Content Management System (CMS) im Netz. Die Seiten habe ich online gelassen, da doch Interesse an unserem Erfahrungsbericht bestanden hat und ich auch entsprechende Rückmeldung bekommen habe.

Doch die Entwicklung geht weiter und die alte SW war nicht mehr sicher gegenüber Hacker-Attacken. Und genau solch eine Attacke und Kidnapping der Seite, hat mich zu dem Schluß kommen lassen, dass die alten Seiten vom Netz genommen werden.

Den Inhalt der Geschichte um die Zwerchfellhernie von Eric werde ich noch einmal zusammenfassen und wieder veröffentlichen. Es ist einfach eine solch Mut machende Geschichte, die wir vor allem betroffenen Eltern nicht vorenthalten wollen. Mal schauen, wann ich Zeit hierfür finde.

Also, wenn Ihr hier nicht das gefunden habt, wonach ihr gesucht habt, schaut einfach später noch einmal vorbei.

Video einer Ballontherapie bei angeborener Zwerchfellhernie

Tante Google hat mich auf ein interessantes Video hingewiesen in dem gezeigt wird, wie bei einem Fötus mit angeborener Zwerchfellhernie intrataurin ein Balon in die Luftröhre eingesetzt wird. Die Ballontherapie soll der Lunge helfen, zu wachsen und so die Chancen des Kindes verbessern.

Das Video wurde während einer Operation, die Prof. Dr. C. Berg an der Universitätsfrauenklinik durchführte, aufgenommen.

 

ECMO Bericht in der ZDF Mediathek

In der ZDF Mediathek gibt es aktuell einen Bericht über Mannheim und ein Kind mit Zwerchfellhernie, welches mit ECMO behandelt wurde. Auch Dr. Schaible kommt wieder zu Wort.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1363480/Atem-fuer-die-Kleinsten?setTime=1#/beitrag/video/1363480/Atem-fuer-die-Kleinsten

Winter im Sauerland

Wenn der Winter nur sporadisch zu uns kommt, fahren wir dem Winter halt hinterher, wenn wir Lust zum Rodeln haben. So geschehen am vergangenen Wochenende. Das seltsame Wetter vor Ort hat wohl weniger optimistische Mitmenschen abgeschreckt, so dass wir die Rodelbahn am Sahnehang morgens einweihen durften.

Nebenbei ist auch das folgende Bild entstanden, welches ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Die Jungs haben Spass...

Kanada Tagebuch: 07.08.2010, Kamloops, Paul Lake Provincial Park

Heute wollten wir eine etwas längere Etappe zurücklegen, um den Rockies ein gutes Stück näher zu kommen. Im Reiseführer steht nichts besonderes zu Kamloops, außer, dass es sich in einer wüstenähnlichen Gegend befinden soll und dass man sein Lager lieber im Paul Lake Provincial Park aufschlagen sollte, als in der Stadt selbst.

Die Gegend ist in der Tat seltsam. War man vorher noch in grünen Wäldern unterwegs, hat man plötzlich das Gefühl, oberhalb der Baumgrenze zu wandeln. Dabei sind wir gar nicht hoch – das GPS zeigt Werte von unter 400 Metern an. Zwischendurch hat man den Eindruck, als würden jeden Moment Winnetou und Old Shatterhand auf ihren Pferden vorbei galoppieren. So habe ich mir immer die Landschaft in den Karl May Geschichten vorgestellt.

Gleich kommt Winnetou...

Wir sind froh, diese Route gewählt zu haben. Auch wenn der Weg an Yale vorbei der längere ist, bietet er doch dem Auge reichlich Abwechslung. Wir fahren nämlich am Fraser River entlang – benannt nach dem Entdecker Fraser, der die Gegend im 18. Jahrhundert erkundet hat. Fraser war wohl auch einer der ersten Weissen, der Hells Gate gesehen hat. Eine Engstelle des Fraser River, durch den sich die Wassermassen hinunter und die Lachse hinauf pressen. Fraser war damals der Meinung, in den Schlund der Hölle geblickt zu haben, so beeindruckt war er von den tosenden Wassermassen.

Heute ist Hells Gate eine Touristenfalle aller ersten Ranges. Man kann mit einer Gondelbahn hinab in die Schlucht fahren und sich die Stelle aus der Nähe ansehen. Natürlich gibt es dort die obligatorischen Souvenirs, Informationstafeln und ein Cafe. Zugegeben – die Eis Portionen waren schon olympisch.

Eine Sache gefällt mir immer wieder in Länder wie Kanada oder Australien und das ist die relativ kurze Geschichte der Entdeckung und Erforschung dieser Länder. Es ist geschichtlich gesehen noch gar nicht so lange her, dass Kartographen und Prospektoren durch diese Landstriche gezogen sind. Und so ist auch die Geschichte von Hells Gate schnell erzählt, aber dadurch nicht minder interessant.

Für den Bau der Eisenbahnen wurden teilweise die Berghänge gesprengt, um der Trasse Platz zu machen. Bei einer solchen Sprengung wurde ein Bergrutsch ausgelöst, der sich ins Flussbett ergoss und die Engstelle noch enger werden liess. Durch die Gesteinsmassen wurden nun die Wanderwege der Lachse zu ihren Laichgebieten massiv eingeschränkt, so dass mit erheblichem Aufwand Lachstunnel gebaut wurden, um den Fischen den Weg durch das Hells Gate zu erleichtern.

Durch Kamloops sind wird quasi nur durchgefahren und haben uns direkt zum Paul Lake Provincal Park begeben. Hier erwartete uns eine Selbstregistrierung am Campground und direkt die Warnung, dass wir uns hier in Bärengebiet befinden würden. Es soll wohl einen Schwarzbären in der Gegend geben.

Bären als Nachbarn...

Ein kurzer Blick auf das GPS verkündet den einen oder anderen Cache in Schlagreichweite und so ziehen wir noch einmal los. Antje gibt zuerst auf und geht zurück zum Auto. Mit den Jungs gehe ich noch ein Stück – allerdings wohl den falschen Weg. Wir kommen dem Cache nicht wirklich nahe und ich will hier auch nicht quer durchs Unterholz stapfen. Also gehen wir wieder zurück.

Doch zufrieden bin ich nicht. Alleine mache ich mich noch mal auf die Suche, nehme diesmal einen anderen Weg, finde den ersten Cache und gehe weiter zum Gibraltar Rock – einem Aussichtsfelsen hoch über dem Paul Lake. Auch hier liegt eine Dose. Da es anfängt zu dämmern, trete ich den Rückweg an.

Kanada Tagebuch: 06.08.2010, Harrison Hot Springs, Sasquatch Provincial Park

Und die erste Nacht war relativ schnell vorbei. So ganz haben wir – und besonders Mika und Eric uns noch nicht an die kanadische Zeit gewöhnt. Ansonsten haben wir ganz gut geschlafen in unserem rollenden Heim. Nach dem Frühstück hat Rene mal schnell geschaut, welche Geocaches so in der Nähe liegen und siehe da, es waren gar nicht wenige. Der nächste lag circa 300 Meter von unserem Auto weg und so wurde diese Dose als unsere erste kanadische Dose auserwählt.

Doch schon der nächste Geocache, den das GPS Gerät anbot, versprach ein wenig Spaß. Ein T5-Cache im angrenzenden See, bei dem man bis zu einer Boje schwimmen musste. Das sollte vor unserer Abfahrt doch zu schaffen sein. Erstaunlicherweise war der See recht warm und so gingen auch Mika und Eric noch einmal kurz ins Wasser. Nachdem der Cache geloggt war, wurde es aber wirklich Zeit, sich wieder auf den Weg zu machen, auch wenn für heute nur eine kurze Etappe vorgesehen war.

In Chilliwack hielten wir noch einmal Ausschau nach einem Wal-Mart oder ähnlichem. Der Mika brauchte dann doch einen Sitzblock für das Auto. Hier in Kanada gibt es bei Wal-Mart wohl keine frischen Lebensmittel – dafür aber beim benachbarten SafeWay. Und hier wurde unser Weltbild wieder mit normalen Preisen gerade gerückt.

Harrison Hot Springs sollte unser Ziel für heute sein. Oder vielmehr der in der Nähe liegende Sasquatch Provincial Park. Diese Parks bieten meist einfache Campmöglichkeiten, die in den meisten Fällen landschaftlich und wildnistechnisch sehr viel mehr bieten, als die normalen Campingplätze in den Orten. Im Sasquatch PP sollten wir dann auch bemerken, dass wir in der Hochsaison unterwegs sind und viele Gleichgesinnte auf der Suche nach Schlafplätzen sind. Doch clever wie wir sind, durchschauten wir das Reservierungs- und Buchungssystem und fanden einen freien Platz, den wir für eine Nacht belegten. Auch dieser Park lag an schönen Seen und wir nutzten den Abend zu einem kleinen Spaziergang, der durch zwei Geocaches gewürzt wurde.

Leider ist gerade die Saison der Waldbrände und in den Parks sind offene Feuerstellen nicht erlaubt. Schade, dabei sind doch alle diese Plätze mit einer eigenen Feuer- und Grillstelle ausgestattet. Also musste die Küche im Camper herhalten und Antje zauberte ein leckeres Abendessen.

Im Sasquatch Provincial Park

Kanada Tagebuch: 05.08.2010, Chilliwack, Cultus Lake Provincial Park

Unser rollendes Heim für drei Wochen

Nun haben wir also den ersten Tag in Kanada erlebt. Und der war lang. Sehr lang. Doch der Reihe nach.

Der Flug mit Air Berlin nach Vancouver verlief problemlos. Die Jungs haben sich gut beschäftigt und den Flug super überstanden. Am Ziel angekommen übertrumpfte die Aufregung dann die Müdigkeit und die beiden waren recht aufgedreht. Im Hotel allerdings gewann dann doch der fehlende Schlaf und an eine erste Erkundung der Stadt war nicht mehr zu denken. So blieb es bei einem kurzen Ausflug auf einen nahe gelegenen Spielplatz und einem Abendessen im Hotelrestaurant. Gegen 19:00 Uhr kanadischer Zeit lag auch der letzte von uns im Bett.

Dem Jet Lag ist geschuldet, dass die ersten allerdings gegen 2:00 Uhr morgens schon wieder wach waren. Eric hat dem Mika dann erst mal im Flüssterton erklärt, was die Zeitverschiebung denn so mit ihren Körpern macht. Na ja,irgendwie konnte man die beiden mit Kika Spielen auf dem Laptop noch bis 5:00 Uhr beschäftigen.

Der eigentliche Tag begann dann mit einem deftigen Frühstück bestehend aus Pancakes, Bacon, Ei und viel Kaffee. Und schon war die Zeit gekommen, um zu Fraserway zu fahren und unser rollendes Heim für die nächsten drei Wochen abzuholen.

Was für ein Geschoss! Meine Güte, ist das ein Wagen. Grössentechnisch braucht der Truckcamper sich wohl nicht hinter anderen Motorhomes verstecken. Uriger ist er allemal.

Der Service von Fraserway ist einfach super. Alles war vorbereitet, die Bedienung sowie die Einweisung waren auf deutsch – was will man mehr.

Dann ging es los. Wir hatten den Jungs bereits in Deutschland versprochen, hier auf jeden Fall in einen Wasserpark zum Baden zu gehen. Und noch war das Wetter sommerlich, so dass wir unser Versprechen bei stabiler Wetterlage einlösen wollten. Also war unser Ziel der Cultus Lake nebst gleichnamigen Wasserpark. Am Cultus Lake liegt zudem ein Provincial Park, wo wir die erste Nacht im Camper verbringen wollten.

Doch erst musste der Kühlschrank gefüllt werden. Am Eingang zum Provincial Park bekamen wir einen Tipp für einen Supermarkt in Chilliwack. Beim Einkaufen dort wäre Antje fast vom Glauben abgefallen – die Preise erschienen wie Wucher. Wahrscheinlich sind wir in einem Delikatessenladen gelandet. Na ja, egal, ein Grundstock an Lebensmitteln ist jedenfalls vorhanden und wir können nun endlich in den Wasserpark. Die Jungs nerven bereits seit Stunden.

Doch auch hier legen wir eine kleine Zwangspause ein, um den Feierabendtarif zu erwischen. Meine Güte, haben die Preise hier. Doch der Park hat sich gelohnt. Mika und Eric sind total begeistert und gar nicht aus dem Wasser zu bekommen. Besonders die eine Ringrutsche hat es den Jungs angetan und wir rutschen sie wieder und wieder und wieder. Mika zeigt mal einen seltenen Moment der Angst und will die Mattenrutsche dann doch nicht rutschen. Dabei lagen wir schon in Startposition. Hier ist dagegen Eric dann alleine gefahren.

Der Park machte dann irgendwann zu und der schwarze Peter lag nicht mehr bei uns, um Mika und Eric das Ende des Badespasses zu erklären. Es wartete die erste Nacht im Truck Camper.